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Erneuerbare Energien EEG

Erneuerbare Energien EEG

 

EEG - Einspeisevergütung Photovoltaik 2010 und 2011 in Deutschland

 

In Deutschland werden die meisten Photovoltaikanlagen über Kredite finanziert. In nahezu allen Fällen ist hier eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapitel möglich, da die im EEG (erneuerbare Energien Gesetz) garantierten Einspeisevergütungen den Banken, die nötige Sicherheit garantieren.

(Quelle Einspeisevergütungen: EEG-2012.info)

 

Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen bis 30 KW Leistung

Inbetriebnahme Degression Einspeisevergütung

01.07.2010 13,00% 34,05 Cent je kWh

01.10.2010 3,00% 33,03 Cent je kWh

01.01.2011 13,00% 28,74 Cent je kWh

01.01.2012 13,00% 24,43 Cent je kWh

 

Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen bis 100 KW Leistung

Inbetriebnahme Degression Einspeisevergütung

01.07.2010 13,00% 32,39 Cent je kWh

01.10.2010 3,00% 31,42 Cent je kWh

01.01.2011 13,00% 27,36 Cent je kWh

01.01.2012 13,00% 23,26 Cent je kWh

 

Einspeisevergütung für Photovoltaik Anlagen bis 1 MW Leistung

Inbetriebnahme Degression Einspeisevergütung

01.07.2010 13,00% 30,65 Cent je kWh

01.10.2010 3,00% 29,73 Cent je kWh

01.01.2011 13,00% 25,87 Cent je kWh

01.01.2012 15,00% 21,98 Cent je kWh

 

Einspeisevergütung für Photovoltaik Anlagen ab 1 MW Leistung

Inbetriebnahme Degression Einspeisevergütung

01.07.2010 13,00% 25,55 Cent je kWh

01.10.2010 3,00% 24,79 Cent je kWh

01.01.2011 13,00% 21,57 Cent je kWh

01.01.2012 15,00% 18,33 Cent je kWh

 

Zinsgünstige Kredite für Photovoltaikanlagen

Der zinsgünstige Kredit zur Solarförderung bei der KfW Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist hier in erster Linie zu nenne. Schon seit 1999 werden Photovoltaikanlagen mit Bundesmitteln in Form von zinsgünstigen Krediten gefördert. Mittlerweile bieten aber auch viele andere Banken spezielle Kredite für die Finanzierung von Photovoltaikanlagen an.

In den meisten Fällen reicht den Kreditgebern die Abtretung der Einspeisevergütungen als Sicherheit aus. Vor allem bei kleineren Krediten bis 50000€ ist das die übliche Vorgehensweise. Dennoch müssen auch hier im Voraus die Finanzen offen gelegt werden. Bei höheren Krediten und dementsprechend größeren Anlagen wird eine höhere Bonität vorausgesetzt und mehr Sicherheiten gefordert. In Einzelfällen verlangen Banken einen Grundbucheintrag zur Absicherung des Darlehens.

 

Vergütung für den Eigenverbrauch von Strom aus Solaranlagen

Diese Art der Förderung besteht seit dem Jahr 2009 und wurde im EEG fest verankert. Sie soll den Eigenverbrauch für Erzeuger von Solarstrom deutlich attraktiver machen. Gelten tut diese Regelung nur für Anlagen die kleiner sind als 30kw. Die Vergütung für selbst genutzten Solarstrom beträgt im Jahr 2010 beispielsweise 22,76 Cent pro Kilowattstunde. Berechnet man für den Bezug von normalem Haushaltsstrom 20 Cent je Kilowattstunde so ergibt das ein Plus von 42,76 Cent je Kilowattstunde, da man sich die Kosten für den Haushaltsstrom ja ebenfalls spart. So ergibt sich selbst gegenüber der Netzeinspeisung im Jahr 2010 ein Plus 3,62 Cent je Kilowattstunde Solarstrom. 

 

 

 

Photovoltaik Förderung - Einspeisevergütung 2012

 

Wichtige Basisinformationen über die Photovoltaik-Förderung 2012

 

Einspeisevergütung für PV-Anlagen nach dem EEG 2012

Auch im Kalenderjahr 2012 sinkt die Einspeisevergütung weiter, jedoch weniger stark als zunächst geplant. Die nachfolgenden Angaben verstehen sich als Grundvergütung, exklusive der weiter oben beschriebenen Degression:

 

Leistung der Anlage ab 01.01.2012 ab 01.01.2011

bis 30 Kilowatt 24,43 Cent je kWh 28,74 Cent je kWh

bis 100 Kilowatt 23,26 Cent je kWh 27,33 Cent je kWh

bis 1 Megawatt 21,98 Cent je kWh 25,86 Cent je kWh

ab 1 Megawatt 18,33 Cent je kWh 21,56 Cent je kWh

 

Anlagenbetreiber, die ihren Strom nicht ins Netz einspeisen, sondern selbst verbrauchen oder durch unweit entfernte Dritte verbrauchen lassen, erhalten eine so genannte Eigenverbrauchsvergütung. Ein Anspruch hierauf besteht bis zu einer Anlagengröße von 500 Kilowatt – werden nicht mehr als 30 Prozent des erzeugten Stroms verbraucht, reduziert sich die Vergütung um 16,38 Cent je kWh, andernfalls um nur 12,00 Cent je kWh.

Ergibt sich daraus ein Wert kleiner null, etwa wegen einer unerwartet hohen Degression, entfällt der Vergütungsanspruch gänzlich, genauso übrigens für alle Photovoltaik-Anlagen, die nach dem 01. Januar 2014 in Betrieb genommen werden.

 

Degression bemisst sich nach installierter Gesamtleistung

So orientiert sich die jährliche Degression fortan am Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen. Achtung: Beim Bemessungszeitraum zieht die Bundesnetzagentur nicht das vergangene Kalenderjahr heran, sondern jeweils die Monate Oktober bis September. So wurde im Kalenderjahr 2010 eine Leistung von 5.300 Megawatt erreicht, zwischen Oktober 2009 und September 2010 allerdings ganze 7.700 Megawatt. Wird zwischen Oktober 2010 und September 2011 eine ähnliche PV-Leistung erreicht, erhöht sich die Degression theoretisch auf satte 24 Prozent.

 

Folgende Tabelle stellt die jeweilige Degression bei sämtlichen Szenarien übersichtlich dar:

Installierte Gesamtleistung Degression der Einspeisevergütung

bis 1.500 Megawatt 1,5 Prozent

bis 2.000 Megawatt 4,0 Prozent

bis 2.500 Megawatt 6,5 Prozent

bis 3.500 Megawatt 9,0 Prozent

ab 3.500 Megawatt 12,0 Prozent

ab 4.500 Megawatt 15,0 Prozent

ab 5.500 Megawatt 18,0 Prozent

ab 6.500 Megawatt 21,0 Prozent

ab 7.500 Megawatt 24,0 Prozent

 

Zusätzlich sinkt die Einspeisevergütung zum 01.07.2012 vermutlich um weitere Prozent, allerdings wird die Degression wohl sehr viel geringer ausfallen. Maßgeblich ist für die erneute Degression der Zeitraum Oktober 2011 bis April 2012, die installierte Gesamtleistung wird zuvor mit dem Wert 12 multipliziert und durch 7 geteilt.

In der folgenden Tabelle wurde dieser Rechenvorgang bereits vorgenommen:

 

Installierte Gesamtleistung Degression der Einspeisevergütung

ab 3.500 Megawatt 3,0 Prozent

ab 4.500 Megawatt 6,0 Prozent

ab 5.500 Megawatt 9,0 Prozent

ab 6.500 Megawatt 12,0 Prozent

ab 7.500 Megawatt 15,0 Prozent

 

Fachexperten mutmaßen jedoch bereits, dass die für Juli 2012 angedachten 3.500 Megawatt nicht erreicht werden, es also gar nicht zur zweiten Förderkürzung kommt. Hierbei handelt es sich jedoch um reine Spekulationen.